Wer mit der Aufbereitung von Medizinprodukten zu tun hat, weiß um die hohe Bedeutung der hygienischen Sicherheit und Ergebnisqualität. Es gilt wirksame Hygieneverfahren und Arbeitsprozeduren zu etablieren und deren Wirksamkeit mit validierten und dokumentierbaren Methoden nachzuweisen. Dies ist die Grundlage, um Risiken für Patienten, Anwender und Personal zu minimieren und die notwendige Rechtssicherheit für z.B. den Betreiber eines Krankenhauses zu schaffen. Hieraus resultiert unmittelbar die Frage der konkreten Umsetzung und damit in erster Linie die Auswahl der richtigen und wirksamen Reinigungs- und Desinfektionsverfahren, inklusive der Wahl der geeigneten Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Spätestens dann wird die Kooperation mit einem Partner relevant. Hierbei ist das Portfolio an qualitativ hochwertigen Präparaten für alle Anforderungen der Reinigung und Desinfektion natürlich wichtig, aber bei weitem nicht ausreichend. In der Praxis zeigt sich der Mehrwert einer Zusammenarbeit mit einem Hersteller von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in erster Linie durch die Kompetenz bei der Beratung und beim Erbringen konkreter Serviceleistungen. Für den Anwender ist schließlich nicht entscheidend, dass ein „Hygiene-Konzept“ geduldig auf dem Papier steht. Was zählt, sind maßgeschneiderte Hygieneprozesse, die so etabliert werden, dass diese auch langfristig stabil funktionieren und zuverlässige Ergebnisse liefern. Hierbei sollte der Anwender die in Aussicht gestellten „Optimierungen“ kritisch hinterfragen. D.h., kann der Vorteil auch konkret erfahren und gemessen werden? Ein positives Beispiel wäre z.B. der infolge einer Programmeinstellung mögliche Wegfall eines Zwischenspülschrittes bei der maschinellen Reinigung und Desinfektion. Dadurch wird die gesamte Maschinenlaufzeit verkürzt. Dies spart unmittelbar Wasser, Energie, Zeit und evtl. auch Prozesschemikalien wie Neutralisatoren. Damit ist jedoch erst ein Baustein beschrieben, der wertbringende Servicequalität für den Anwender ausmacht. Gerade bei konkreten Frage- und Problemstellungen in der Praxis zeigt es sich, dass eine schnelle Lösung meist keine nachhaltige Lösung ist. Ein weiteres Beispiel: Auf chirurgischem Instrumentarium werden nach der maschinellen Aufbereitung im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten Verfärbungen sichtbar. Eine Vermutung, dass es sich um organische Rückstände handelt, die auf eine mangelhafte Reinigung schließen lassen, mag zwar naheliegend erscheinen, erweist sich aber häufig als trügerisch. Ebenso könnten sich die Anomalitäten als Korrosion herausstellen. Eine Erhöhung der Reinigerdosierung würde also zu keiner Lösung führen, die Maßnahme wäre sogar kontraproduktiv. Die Suche nach den tatsächlichen Ursachen stellt sich deswegen vielmehr als Detektivarbeit dar. Erfolgreich verläuft diese für den Anwender nur, wenn der Berater des Partners ein tiefes Verständnis des gesamten Aufbereitungsprozesses mit all seinen Teilschritten mitbringt. Wer dann den Weg für eine nachhaltige Lösung aufzeigen kann – beispielsweise durch eine Verfahrensoptimierung bei der Vorbehandlung – schafft einen messbaren und bewertbaren Nutzen für den Anwender. Servicequalität wird so zum entscheidenden Schlüssel zu diesem Mehrwert. Neben der Qualifikation und der Erfahrung des Beraters vor Ort ist natürlich das „System im Hintergrund“ von ebenso großer Bedeutung. Jeder Mitarbeiter als Medizinprodukteberater wird grundlegend geschult, durchläuft verschiedene Stationen der Ausbildung und erhält eine laufende Unterstützung von spezialisierten Fachabteilungen der Anwendungstechnik, der Mikrobiologie und Analytik sowie von Ingenieuren der Dosier- und Steuertechnik. Durch die intensive Kooperation mit Herstellern von Medizinprodukten, Reinigungs- und Desinfektionsgeräten sowie mit Gremien und wissenschaftlichen Institutionen entsteht ein vitales Netzwerk mit einem Ziel: Know-How weiter entwickeln und mit dem Anwender teilen.